Universität Osnabrück

CIRCLE - Center for International Research on Chinese Law and Economics


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„Vereinbarung über die Zusammenarbeit der juristischen Fachbereiche der AHU und der UOS im Masterbereich zum Zwecke des Aufbaus juristischer Expertise im chinesischen und im deutschen Recht“ 19. Februar 2021

Universität Osnabrück - Universität Anhui, Hefei, China

 

Zum ersten Mal wird es für deutsche Jurastudierende möglich, „neben“ dem Staatsexamen einen LLM (Anhui) zu erwerben und dafür nur ein Jahr nach China zu müssen. Dennoch ist dieser LLM (Anhui) ein vollwertiger chinesisch(sprachig)er Master, der in China in chinesischer Sprache zu chinesischen Konditionen in derselben Weise vergeben wird, wie er auch für chinesische Studierende zu erwerben ist. Dass es zu diesem institutionellen Durchbruch kam, verdankt sich der jahrelangen Vorbereitung durch mehrere Gruppen von Osnabrücker Studierenden, die unter der Ägide und tatkräftigen Unterstützung von Prof. Dr. (NTU) Georg Gesk die Voraussetzungen hierfür erarbeitet haben. Somit ist es jetzt Studierenden mit und ohne Vorkenntnisse der chinesischen Sprache möglich, von Semester 1 an sich in die Materie einzuarbeiten und sich in einer in das Jurastudium integrierten Weise parallel auf das Staatsexamen und auf einen Master an der Universität Anhui vorzubereiten. Damit sind sie am Ende Experten im deutschen und im chinesischen Recht, die sich in beiden Sprachen fachlich adäquat ausdrücken können. Die Universität Osnabrück löst hierdurch die dringende Forderung der Expertenkommission Forschung und Innovation ein, denn letztere hatte in ihren Empfehlungen an die Bundesregierung[1] genau diese Dialogfähigkeit auf Augenhöhe in der deutschen Forschungs- und Bildungslandschaft in weiten Teilen vermisst.



[1] Siehe Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI), Gutachten 2020, B3 Wissens- und Technologieaustausch zwischen Deutschland und China, S. 70, https://www.e-fi.de/fileadmin/Gutachten_2020/EFI_Gutachten_2020.pdf, zuletzt aufgerufen am 22.2.2020.

 

 

 

Workshop „Deutsch-chinesische Kooperationen im Bildungs- und Wissenschaftsbereich: Entwicklungen – Chancen – Herausforderungen“ 25.-26. Februar 2021

Konfuzius-Institut an der Freien Universität - Center for International Higher Education der Peking-Universität

Im Rahmen einer vielschichtigen Analyse und Reflexion der Kultur- und Wissenschaftskooperation zwischen der VR China und Deutschland zeigte Prof. Dr. (NTU) Georg Gesk auf, wie es möglich ist, Studienprogramme zu entwerfen, in denen fachliches Wissen ebenso Gegenstand des Curriculums ist, wie der Erwerb der Alltags- und der Fachsprache. Das schafft die Möglichkeit, die bislang überwiegend nicht eingelöste Forderung des EFI 2020 Berichts, dass Deutschland im Hinblick auf China dialogfähig werden muss, in der Realität einzulösen. Solange nationales Recht in der Nationalsprache geschrieben und entschieden wird, solange ist ein tiefergehendes Verständnis dieses Rechts nicht über die Verwendung einer Brückensprache möglich. Es muss also deutschen Juristen die Möglichkeit gegeben werden, eine doppelte Kompetenz zu erwerben. Dadurch werden sie in die Lage versetzt, sich auch in chinesischer Sprache kompetent und mit Einsatz des adäquaten Fachvokabulars sowohl über deutsches als auch über chinesisches Recht austauschen zu können. Genau diesen wegweisenden und bislang beispiellosen Ansatz realisiert der rechtswissenschaftliche Fachbereich der Universität Osnabrück.

 

FFA Chinesisches Recht – Abschlussprüfung 2020

 

Am 17.7.2020 konnte die schriftliche und die mündliche Abschlussprüfung der FFA Chinesisches Recht durchgeführt werden. Alle Studierenden, die an den Prüfungen teilnahmen, haben diese bestanden, eine große Zahl von ihnen sogar mit sehr guten Ergebnissen.

Nunmehr konnte zum dritten Jahr in Folge eine beachtliche Zahl Osnabrücker Studierender unter der Ägide von Prof. Dr. (NTU) Georg Gesk die FFA Chinesisches Recht mit ausgezeichneten Leistungen abschließen. Das zeigt, wie das Angebot der Weiterbildung in juristischen Inhalten zum chinesischen Recht und in der juristischen Fachsprache des Chinesischen von den Studierenden angenommen und wahrgenommen wird. Mittlerweile sprechen sich diese Erfolge auch in deutschen Großkanzleien herum, so dass die Arbeitsplatzperspektiven der Teilnehmenden sich durch dieses Programm deutlich verbessern.

 

 

Internationales Symposium in Corona-Zeiten Mai 2020

 

Die Professur für Chinesisches Recht der UOS und der Lehrstuhl für Öffentliches Recht an der TU Darmstadt hatten vom 22.-24.5.2020 eine Reihe von Veranstaltungen (akademisches Atelier, Symposium, Diskussionsforen etc.) veranstaltet.

Insbesondere das digitale Symposium zum Thema „Rechtliche Grundbegriffe und Grundstrukturen der Digitalisierung in Deutschland, EU und China“ am 23.5. war ein akademischer Leckerbissen. Trotz der Herausforderungen durch Covid 19 war die hybride Vernetzung ein gelungener Modus für das gesamte Symposium. Während die meisten Vortragenden ebenso über das Internet zugeschaltet waren, wie das Publikum, war eine Kerngruppe der Veranstalter vor Ort an der TU Darmstadt und konnte – unter Einhaltung aller Hygienekonzepte – als Lenkungsteam die Veranstaltung zum Erfolg machen.

Inhaltlich drehten sich die meisten der chinesischen Beiträge um Veränderungen, welche Digitalisierung und Big Data für den Schutz des Persönlichkeitsrecht (LA Sen, Beijing Technology and Business University), für Verbraucherrechte (LV Bingbin, Nanjing University) und für so grundlegende Gedanken wie die Verlagerung strafrechtlicher Ermittlungen weg von Kausalitätserwägungen hin zur Datenkorrelation darstellen. Dazu gab es Einblicke in Probleme, Möglichkeiten und Eingrenzungen der Vorratsdatenspeicherung in der VR China (Gesk, Universität Osnabrück) bzw. in Deutschland (Schmid, TU Darmstadt).

 

 

Berufen Mai 2020

Die Professur für Chinesisches Recht hat sich in den vergangenen Jahren intensiv und unermüdlich für den Aufbau eines umfassenden Angebots im Bereich des chinesischen Rechts eingesetzt. Universität und Fachbereich Rechtswissenschaften haben die Erfolge und Leistungen, die hierbei errungen wurden, dahingehend honoriert und anerkannt, dass sie Prof. Dr. iur. (NTU) Georg Gesk in seinem Amt verstetigt haben.

Damit kann die Vernetzung in China ebenso weitergehen, wie der Gründung einer Schriftenreihe "Osnabrücker Beiträge zum chinesisch-deutschen Rechtsdialog" keine weiteren formalen Hindernisse mehr im Weg stehen. Auch die weitere Architektur eines double degree Programms (LLM in chinesischer Sprache) in Kooperation mit der Universität Anhui kann auf diese Weise energisch vorangetrieben werden. Es ist also ein konsequenter und strategisch wichtiger Schritt, der hiermit erfreulicherweise getan wurde.

Dass dies möglich wurde, verdanken Universität und Fachbereich insbesondere auch den Stiftern, welche dieses Vorhaben finanziell und ideell stark unterstützen, namentlich genannt werden sollen hier die Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur, Herr Klaus Hellmann, die Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung und die Dieter Fuchs Stiftung.

Nachlese zum Workshop „One Belt, One Road – politische Ziele und normativer Rahmen“ am Konfuzius Institut der Freien Universität Berlin im Februar 2020

Unter der Leitung von Prof. Dr. (NTU) Georg Gesk (Professur für Chinesisches Recht, Universität Osnabrück) wurde das Konzept der Neuen Seidenstraße, so wie es in den vergangenen Jahren von der VR China entwickelt wurde, aus sehr unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und hinterfragt. Die Vorträge von Prof. Gesk (Fokus: sozio-politischer Rahmen und normative Einbettung), Prof. Dr. Chang Chihming (National Taiwan Universität, Fokus: Rechtssoziologie) und Prof. Dr. Huang Hui (Peking Universität, Fokus: Konfliktlösungsmechanismen im Lichte der Erklärungen des Obersten Volksgerichtshofs in Beijing) trafen in der Zuhörerschaft auf ein lebhaftes Echo. So entspann sich eine Diskussion, die in über einer Stunde die Fragen und Meinungen des Publikums aufgriff, um in differenzierter Weise und mit nachvollziehbaren Begründungen ein erweitertes Verständnis zu ermöglichen.

Symposium "E-Economy in Europe and Asia" am 18. Januar 2020

Die Professur für chinesisches Recht und das CIRCLE organisieren am 18. Januar 2020 ein Symposium zum Thema „ E-Economy in Europe and Asia“. Es werden KollegInnen aus Deutschland, China und Taiwan anwesend sein. Alle Beiträge und die Diskussion werden direkt übersetzt. Das Symposium findet von 8:30 Uhr bis 13 Uhr, in Raum 44/E04 (Süsterstraße 28) statt.

Die E-Economy ist in aller Munde, doch ist es offensichtlich, dass ähnliche technische Voraussetzungen zu unterschiedlichen Realisierungen in Deutschland bzw. der EU auf der einen Seite und in Wirtschaftssystemen Ostasiens auf der anderen Seite führen. Im Rahmen Ostasiens soll diesmal der Schwerpunkt auf Beispielen aus der staatlich forcierten Digitalisierungsstrategie in der VR China und der staatlich unterstützten, aber im Wesentlichen auf Privatinitiative beruhenden Digitalisierung in Taiwan liegen. Topische Schwerpunkte sind die Verantwortung, die sich an Online-Handel über Plattformen anknüpft, und die unterschiedlichen rechtlichen Szenarien digitaler Währungen. Auch hier fällt der Gegensatz auf, dass Kernbereiche staatlich souveränen Handelns (die Emittierung einer Währung) im Westen von privaten Akteuren des Internet organisiert werden, während sie in China unter staatlicher Ägide und mit Absicherung der Zentralbank geplant werden. Flankierend hierzu gibt es Vorträge zu staatlichen Vorgaben für Codes oder zur Verantwortung von embedded Software, welche für Kaufverhalten wichtig sein kann, welche aber oft unabhängig von Plattformen, auf denen sie eingesetzt werden, entsteht und verändert wird.

 Diese wichtigen Einblicke in die digitale Zukunft des Marktes und damit auch des Rechts sind eine seltene Gelegenheit, sich mit den jeweiligen Themen auseinandersetzen zu können und gleichzeitig kulturell unterschiedliche Regelungsphilosophien kennenzulernen.

Sollten Sie Interesse haben, an diesem interkulturellen Fachdiskurs zu partizipieren, so sind Sie herzlich eingeladen teilzunehmen.

 

Akademischer Austausch mit der Universität Anhui

Eine kleine Osnabrücker Delegation, bestehend aus Prof. Dr. (NTU) Georg Gesk und der Anwältin Julia Feldkamp hielten sich vom 25.-28.11.2019 an der Partnerinstitution der Universität Osnabrück in der chinesischen 8-Millionen-Metropole Hefei auf.

Wissenschaftlich stand die Diskussion um die Herausforderungen der Digitalisierung der Justiz, deren Möglichkeiten, Tempi und Grenzen im Vordergrund. Dazu analysierte Prof. Gesk in einem stark beachteten Einzelvortrag die Arbeit des (Straf)Gerichts unter dem Blickwinkel der qualitativen Forschungsmethoden der Sozialwissenschaften – mit allen Konsequenzen, die sich hieraus für Aspekte wie Zeugenvernehmung, Protokolle, mediale Berichtserstattung etc. ergeben.

Weiter wurde das Projekt eines gemeinsamen LLM-Programms in Diskussionen mit den beteiligten Fachabteilungen sowie der juristischen Fakultät der Universität Anhui soweit abgestimmt, dass die erfolgreiche Aufnahme eines solchen Programms in greifbare Nähe gerückt ist.

http://law.ahu.edu.cn/2019/1203/c4798a214711/page.htm

 

 

Prof. Dr. (NTU) Gesk an der Jilin University

"Der Osnabrücker Kollege Prof. Dr. (NTU) Georg Gesk war an der Jilin University in Changchun eingeladen, um einen Vortrag zum Thema "Möglichkeiten und Probleme der Vorverlagerung im materiellen Strafrecht und im Strafprozessrecht" zu halten. Da das Thema ein Schwerpunkt der chinesischen Strafrechtsreformgesetze 8 und 9 der VR China war, ergab sich eine angeregte Diskussion mit vielen weiteren Anregungen und Einblicken. Dabei brachten die chinesischen Kollegen den Wunsch zum Ausdruck, den Kontakt fortzusetzen und zu vertiefen."

 

 

 

»Europe in a Nutshell – German Law and German Culture« (GLGC) July 5 – 28, 2019

Internationale Summer School der Universität Osnabrück zum deutschen und europäischen Recht für chinesische Studierende

 

Europa ist ein kulturelles Zentrum mit gemeinsamen Wurzeln und Vorstellungen – dennoch ist es ein diverser Kontinent mit einer Vielfalt von Sprachen, einer differenzierten Geschichte und unterschiedlichen religiösen Vorstellungen. Die Integration dieser vielfältigen Aspekte einer pluralistischen Gesellschaft gelingt oft nur, weil der Nationalstaat mit seinen gewachsenen Formen der politischen Auseinandersetzung nach wie vor existiert. Sie gelingt aber auch, weil die Nationalstaaten sich in der EU anpassen und einbringen können, so dass europäische politische Institutionen entstehen, die weit über den nationalstaatlichen Rahmen hinaus Bedeutung haben. Diese Strukturen, die sich immer über mehrere Ebenen hinweg auswirken, sind insbesondere für Betrachtende mit nicht-europäischem Hintergrund relativ schwer fassbar. Es ist daher wichtig, diese in relevante Zusammenhänge einzuführen, um durch das Verständnis für Europa und für die rechtsstaatlichen Entwicklungen in Europa eine Basis für zukünftige Zusammenarbeit zu legen. Da viele Entwicklungen an Hand des deutschen Modells sehr konkret erfahrbar werden, stehen Situation und Entwicklung des deutschen Rechts immer als Zugang im Vordergrund.

Dazu ist Recht natürlich immer in einen praktischen Alltag eingebettet und deshalb ein Kulturphänomen. Auch diese Anbindung des Rechts an die Gesellschaft erfolgt in der Summer School – einmal durch eine Einführung in die Kultur, auf der anderen Seite durch Einblicke in rechtlich-kulturelle Phänomene: Law in action (Besuch am Gericht), Law and (in)justice (Besuch im Gestapo-Keller), Law and economics (Besuch an der IHK) sind alles Facetten, die über eine rein akademische Betrachtung des Rechts hinausgehen und zeigen, wie Recht in der Gesellschaft wirkt, wie es durch die Gesellschaft geprägt wird und gleichzeitig auch in der Gesellschaft Spuren hinterlässt.

 

 

 

Deutsch-chinesisches Symposium zum "Deal im Strafrecht"

Am Freitag und Samstag (3.-4. Mai 2019) fand im Senatssitzungssaal des Osnabrücker Schlosses die neueste Folge des Osnabrücker Rechtsdialogs Deutschland - China statt.

In sehr konzentrierter und offener Diskussion gingen namhafte Vertreter aus Praxis und Wissenschaft des deutschen Strafrechts mit Kollegen aus Fakultäten chinesischer Partneruniversitäten Fragen der Verständigung im Straf(prozess)recht nach. Dabei kamen Vor- und Nachteile der jeweiligen Jurisdiktionen und der Umsetzung rechtlicher Normen in der Praxis ebenso zur Sprache, wie etwa Probleme mit der systematischen bzw. theoretischen Einordnung, Verbindungen mit den Ansprüchen von Opfern, sowie Beziehungen zwischen gesetzlich vorgesehener und 'grauer' Verständigung.

Auf Grund der guten Vorbereitung (alle Textbeiträge lagen zu Sitzungsbeginn zweisprachig vor) und der flüssigen Übersetzung, war ein qualifizierter fachlicher Austausch über Sprachgrenzen hinweg alle zwei Tage immer möglich. Das brachte für beide Seiten wichtige Einblicke. Es ist daher kein Wunder, dass die Diskussionen länger waren, als die Beiträge. Das wiederum ist ein untrügliches Zeichen für einen gelungenen akadmischen Dialog über ein Gebiet, das auf beiden Seiten Anlass für Kontroversen und damit Bedarf für Reformvorschläge aus der Wissenschaft bietet.

 

 

 

Ringvorlesung Digitalisierung und Strafrecht, Rechtsvergleich Deutschland - China

Zeit: Beginn 8.11.2018, jeweils donnerstags 18:00 Uhr

Ort: Seminarstraße 20; Gebäude 15, Raum E16

Veranstalter: Professur für chinesisches Recht

 

Die Ringvorlesung „Digitalisierung und Strafrecht, Rechtsvergleich Deutschland – China“  versucht sich dem Thema interdisziplinär anzunähern. Neben Strafrechtlerinnen und Strafrechtlern werden auch Vertreter benachbarter Fachsäulen (Cyberlaw und E-Justiz aus der Perspektive des öffentlichen Rechts) und wichtiger anderer Disziplinen (Linguistik als Basiswissenschaft für den Umgang mit sprachlicher Transformation; Informatik als Basiswissenschaft für die Transformation von Information etc.) zu Wort kommen.

Die Ringvorlesung wird vom Lehrstuhl für chinesisches Recht organisiert. Deswegen wird das Thema selbstverständlich aus einer interkulturellen Perspektive betrachtet. Kolleginnen und Kollegen aus China und Taiwan sind als Referenten eingeladen. Sie werden interessante Einblicke in zukünftige Systemmöglichkeiten sowie deren spezifische Chancen und Gefahren geben können, da sie sich in Umfeldern bewegen, welche der deutschen Digitalisierungswirklichkeit teilweise voraus sind.

Neben Professorinnen und Professoren sind auch Expertinnen und Experten aus der Praxis eingeladen. Damit wird eine Vielfalt an Aspekten in diese Veranstaltungsreihe integriert.

Die Ringvorlesung richtet sich an Forschende, Studierende sowie an die interessierte Öffentlichkeit. Sie findet im Wintersemester 2018/19 jeweils donnerstags von 18 bis 20 Uhr statt.

 

 

Symposium „20 Jahre Trennung von Ärzteschaft und Apotheken“ in Taizhong/Taiwan

Der Lehrstuhlinhaber der Professur für chinesisches Recht Prof. Dr. (NTU) Georg Gesk (Universität Osnabrück, gefördert von der Sievert-Stiftung für Wissenschaft und Kultur) war am 13.10.2018 eingeladen, über das Dreiecksverhältnis Arzt – Apotheker – Patient und Möglichkeiten seiner rechtlichen Auskleidung zu berichten.

Auf dem von der taiwanischen Ärztekammer und der Zhongshan Medical School organisierten Symposium ging es insbesondere um die Frage, wie eine integrierte Versorgung einer zunehmend alternden (und damit oftmals in ihrer Mobilität eingeschränkten)  Bevölkerung sowie von Patienten im ländlichen Raum möglich ist. Dabei kamen systemische Unterschiede und divergierende Ansätze in Taiwan, Japan, den USA und Deutschland zur Sprache. Ein weiterer Kernpunkt war die Frage, wie einerseits das Patienteninteresse verbessert werden kann, ohne andererseits gefährliche finanzielle Anreize im Medikamentenhandel zu schaffen.

 

 

Erstes gemeinsames Symposium zum Wirtschaftsstrafrecht der Universitäten Osnabrück und Wuhan

Am 8.10.2018 wurde das erste gemeinsame Symposium für Wirtschaftsstrafrecht der Universitäten Osnabrück und Wuhan in China veranstaltet. Beide Institutionen tauschten sich einen Tag lang über Möglichkeiten aus, den ökonomischen Schaden, der durch Wirtschaftskriminalität verursacht wird, zu minimieren. Dazu wurden sowohl präventive Strategien untersucht, als auch nachträgliche Möglichkeiten der Einziehung widerrechtlich erlangter Vorteile erörtert. Wichtige Diskussionspunkte waren dabei unter anderem die rechtsstaatliche Ein- und Abgrenzung von Vermögensstrafe und Einziehung, die Einbeziehung von Unternehmen in relevante Sanktionen, Abstufungen der (ökonomischen) Verantwortung zwischen Täter, Mangement (Eigentümer) und Unternehmen (juristischer Person). Ein weiterer Fokus lag auf den Rahmenbedingungen, welche häufig zivil- und verwaltungsrechtliche Normbezüge aufweisen, welche aber am Ende strafrechtliche Auswirkungen entfalten.

Durch die offene Diskussion und die Einbeziehung des wissenschaftlichen Nachwuchses in die Diskussion waren sowohl Inhalt also auch Format für beide Seiten eine große Bereicherung. Die chinesische Seite gewann Einblicke in die deutsche bzw. europäische Rechtslage, die in vielerlei Hinsicht Anknüpfungspunkte für eine künftige chinesische Entwicklung bietet. Auf deutscher Seite bot der Einblick in Fragen der abgestuften strafrechtlichen Verantwortung von Akteuren – einschließlich von Unternehmen – und die sich hieran anschließenden Sanktionsmöglichkeiten die Gelegenheit, die Diskussion um ein (kommendes?) deutsches bzw. europäisches Unternehmensstrafrecht unter anderen Vorzeichen neu zu überdenken.

 

 

Prof. Dr. Gesk und Prof. Dr. Sinn in Taiwan

Die beiden Osnabrücker Professoren Georg Gesk (Chinesisches Recht) und Arndt Sinn (Strafrecht) befanden sich am 25.07. 26.07.2018 zu Expert-Lectures am Justiz-Yuan in Taipei und an der taiwanischen Richterakademie.

Der Justiz-Yuan ist auf der einen Seite das taiwanische Pendant des Bundesverfassungsgerichts, auf der anderen Seite verantwortlich für die gesamte Justizverwaltung. Diese doppelte Bedeutung der einladenden Institution spiegelte sich denn auch in der übergreifenden Thematik der Vorträge: „Wie sind Kostenstrukturen in der deutschen Justiz konkret gestaltet?“  „Auf welchen rechtlichen und verfassungsrechtlichen Prämissen beruhen sie?“  „Wie können sie mit den Grundsätzen der Verfahrensgerechtigkeit (fair Trial) in Einklang gebracht werden?“ Die Antworten, die sich darauf in der Realität der deutschen Justiz, in der Strafprozessordnung und in der Gerichtsverfassung finden, stießen auf reges Interesse bei Vertretern der taiwanischen Institutionen und der dortigen Rechtsanwendung.

Der wissenschaftliche Input aus der deutschen Wissenschaft entfaltet in Taiwan direkten Einfluss auf Reformen in den Bereichen Justizverwaltung und Strafrechtsreform. Die Osnabrücker Rechtswissenschaftler haben dabei in Deutschland und Europa einmalige Voraussetzungen: die Verschränkung der Expertise des chinesischen Rechts und rechtlicher Fachgebiete – also im konkreten Fall des taiwanischen Rechts und des deutschen Strafprozessrechts –  führt zu problemadäquaten Lösungsvorschlägen, die sehr geschätzt werden.

Nicht zuletzt deshalb wurde die Osnabrücker Delegation persönlich vom Präsidenten des Justiz-Yuan Prof. Dr. HSU Tzong-Li empfangen. Eine Kooperation zu weiteren Themen befindet sich bereits in der konkreten Vorbereitung.

 

 

Workshop am Konfuzius-Institut Berlin: Social Development and Legal Relations in Contemporary China

Der Workshop ist eine Kooperation zwischen dem Konfuzius-Institut an der Freien Universität Berlin und dem Lehrstuhl für chinesisches Recht, gefördert von der Sievert-Stiftung für Wisenschaft und Kulur, an der Universität Osnabrück. Der Workshop findet am 15. Juni 2018 in Berlin statt. 

Expertinnen und Experten aus China und Deutschland werden gemeinsam über die Interdependenz von Recht und gesellschaftlicher Entwicklung in der Volksrepublik diskutieren. Weiteren Informationen entnehmen Sie bitte dem folgenden Link: http://www.konfuziusinstitut-berlin.de/html/de/veranstaltungsprogramm/workshops/workshop-gesellschaftliche-entwicklungen/index.html

 

 

 

Prof. Dr. (NTU) Gesk und Prof. Dr. Sinn in Peking

Prof. Dr. (NTU) Georg Gesk und Prof. Dr. Arndt Sinn beim Vortrag an der CUPL (Chinese University for Political Science and Law) am 7. März 2018. Die Themen zu technischen Ermittlungsmaßnahmen und zur Entwicklung der Abschöpfung illegal erworbenen Vermögens zogen die Zuschauer in Ihren Bann und riefen ein lebhaftes Echo hervor.

 

 

 

Symposium mit Prof. Dr. (NTU) Gesk und Prof. Dr. Sinn an der Peking Universität

An der juristischen Fakultät der Universität Peking wird am 07.03.2018 ein kleines deutsch-chinesisches Symposium zur Einziehung im Strafrecht stattfinden. Dieses ist zustande gekommen durch die Anbahnung einer Erasmus+ Kooperation mit der Peking Universität und der Initiative der Professoren Georg Gesk und Arndt Sinn von der Universität Osnabrück.

Fortbildung für forensische Psychiatrie und Ehrenvorstand in Taiwan

Der Osnabrücker Prof. (NTU) Dr. Georg Gesk hält im Rahmen der Fortbildung für forensische Psychatrie am 24.02.2018 einen Vortrag. Außerdem wurde er zum Ehrenvorstand der "taiwanesichen Gesellschaft für forensische Psychiatrie" eingeladen. Die Gesellschaft wird am 10.03.2018 als erste, welche diesen wichtigen Bereich abdeckt und welche auf interdisziplinäre Zusammenarbeit angewiesen ist, offiziell gegründet.

 

 

 

Austausch zwischen Osnabrücker und taiwanischen Studierenden

Aus Anlass des Besuchs einer Delegation der Hsuan Chuang University, welche aus fünf Lehrenden und acht Studierenden besteht, wurde am 15.11.2017 der Unterricht im Fach „Grundlagen des chinesischen Staatsrechts“ im Rahmen der FFA Chinesisches Recht zu einer Plattform, auf welcher deutsche und taiwanische Studentinnen und Studenten sich über grundlegende Strukturen im staatlichen Aufbau und der verfassungsrechtlichen Wirklichkeit zweisprachig unterhalten und austauschen konnten.

 

 

Symposium der European Chinese Law Studies Association (ECLS) in Leiden

Vom 23.-25.8.2017 fand das jährliche Symposium des ECLS statt. Begleitend zur diesmal in Leiden (Netherlands) stattfindenden Jahresversammlung trafen sich die Spitzenkräfte, die Europa in diesem Bereich zu bieten hat und tauschten sich in 2 Plenarsitzungen und 8 Paneln mit führenden Kollegen aus China und den USA aus.

Der Osnabrücker Inhaber der Professur für chinesisches Recht Prof. Dr. (NTU) Georg Gesk trug dabei auf einer der Plenarsitzungen über neueste Reformansätze zur Refinanzierung des ländlichen Raumes vor und war auch auf dem Podium zur Schlußveranstaltung ein beachteter Diskutant.

 

 

Chinesisches Recht als Teil des Workshops zu Fragen des deutsch-chinesischen E-Commerce

Am 16.8.2017 veranstaltete das Hochschulzentrum China und die IHK Osnabrück - Grafschaft Bentheim - Emsland einen Workshop zu Fragen des E-Commerce zwischen Deutschland und China.

Der Inhaber der Professur für chinesisches Recht am Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität Osnabrück Prof. Dr. (NTU) Georg Gesk und sein Mitarbeiter Feng Yimeng (LLM Lüneburg, LLM Peking, Rechtsanwalt in Peking) erklärten die rechtlichen Rahmenbedingungen und einige der Fallstricke und Möglichkeiten, so wie sich diese beim E-Commerce zwischen Deutschland und China aus rechtlicher Sicht darstellen. Insbesondere wurde auf den Schutz des Markenrechts und Fragen der Besteuerung/ Zollabwicklung eingegangen. Dabei konnten einige der Fragen, die sich im Plenum ergaben, direkt beantwortet werden.

 

 

Osnabrücker Professor als Experte an der Pekinger Chinese University of Political Science and Law (CUPL)

Der Inhaber des Lehrstuhls für chinesisches Recht war vom 16.-26. Juli an der Chinese University of Political Science and Law, um dort einen Intensivkurs über ‘comparative criminal procedure law’ zu halten. Der Kurs war gut besucht und entwickelte Perspektiven, welche direkt zu Möglichkeiten einer weiteren Reform des Strafprozessrechts und die Verwirklichung menschenrechtlicher Ansprüche in der VR China Stellung nahm.